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Das bin ich
Warm der Sonne Strahlen auf der Haut
Grüne Bäume Schatten spendend
Einmalig ein jeder Augenblick -
flüchtig und unaufhaltsam.
Die Schönheit des einen Moments
wird durch den Folgenden abgelöst.
Glück, Wut, Trauer, Zorn.
Alles gehört zu mir, der hier im Leben steht -
lebt.
Das ist gut so; das bin ich.
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Neue Ufer
neue Ufer, neues Land
nehm' das Schicksal in die Hand
tief im Meer: das Ich
langsam erkenn' ich mich
Konturen erscheinen kristallend und klar
beschauen will ich mich von nah'
ein inneres Leuchten; erfüllt mit Licht
wandlerisch ja, klar nicht
lebendig und züngelnd wie Feuer
dies macht das Leben teuer
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Erfüllung
Leere Hülle; nichts zu füllen sie vermag
Füllung wird Nichtfüllung; Nacht wird Tag
Unerträglich schneidet das Messer der Pein
Der Körper zerrissen, der Kopf ist nicht mehr ein
Engelstränen benetzen das Sichtfeld
Wunsch nach Himmel, nicht nach Welt
Klinge der Unendlichkeit durchbohrt die Haut
Licht übernimmt Dunkel; leis’ übernimmt laut
Schleichend nähert es sich
Erneute Qual: Es hat mich.
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Hilfe
schrei nach hilfe lang verklungen
tag um tag mit sich selbst gerungen
ohne orientierung lauf ich umher
leere augen, sie sehen nicht mehr
neue kratzer zieren die haut
erstickter schrei, ganz ohne laut
niemand sieht hin, sie erkennen nicht
auf dieser erde gibt es kein licht
von tiefster schwärze umrungen
langsam erfüllend die lungen
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Nacht
Leise zieht die Nacht herauf
Geschwind ich nun zum Bette lauf
Steig hinein und lass’ mich nieder
Doch meine Gedanken kreisen wieder
Denk an dich, denk an dein Lachen
Hast mich verzaubert, lässt mich wachen
Ein Gedanke an deinen Körper nun
Wünscht, ich könnte nebst dir ruh’n
Um jetzt deine Hand zu halten
Würde ich Atomos spalten
Um jetzt deinen Atem zu spüren
Würde ich unschwörbares schwüren
Alles, was ich will, bist du
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Sinnesflut
Sonne der allmächtigen Gefühle
Übermächtig strahlst du nieder
Erfüllt durch deine Unendlichkeit
Rauschgleiche Ewigkeit in mir
Dein Weben knüpft die Kette des Glücks
Aufsteigend in die Urgründe der Emotionen
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Natur
Knorrig und verformt -
Natur ist nicht genormt.
Spüret ihre Kraft,
wie sie in uns webt und schafft.
Welthöchste aller Gewalten,
hier um über uns zu walten.
Sind Geiseln ihrer Macht;
ihr unterworfen versorgt sie uns sacht’.
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Ich
Seelenbrand im Morgengrau’n
Eine Vielfachheit der Selbst
Der Name vage und trüb
Feuerfest der lodernden Flammen
Brennend und wüst umherziehend
Der Spiegel des Ich zerbrochen
Ein jeder Splitter mit unendlicher Einsamkeit
Entrückt und uneinbar
Rufe die Fortune der Welt an
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Schmerz
Der Schmerz
Er kommt, füllt mich aus
Will ihn spüren
Will die Hülle des Abgrundes, des ewig alles
zerfressenden Schmerzes sein.
Spüre, wie ich zerfalle
Mein einstiges Ich als Katalysator der Hölle.
Licht wird von Dunkelheit verschlungen
Das Augenlid des Lebens sich auf immer schließend.